Michael Molitor, OB-Kandidat für die CDU antwortet auf Fragen zum Exhaus

Michael Molitor, OB-Kandidat für die CDU antwortet auf Fragen zum Exhaus

Einstiegsfrage: Kennen Sie das „Exhaus“ genannte Exzellenzhaus und wenn ja, woher?

Molitor: Natürlich kenne ich das Exhaus da ich seit 18 Jahren in Trier-Nord wohne. Vor allen Dingen habe ich dort schon sehr sehr sehr viele Stunden bei diversen Examens Partys verbracht. Eine Zeit an die ich nicht gerne als Krankenpfleger zurück erinnere. Und gerne würde ich unseren neuen Schülerinnen und Schülern diese Partys an dem Ort auch wieder ermöglichen:-)

2. Würden Sie als Oberbürgermeister*in die Sanierung des Exzellenzhauses vorantreiben?

Molitor: Der Erhalt des Exhauses liegt mir als Trier-Norder sehr am Herzen. Leider lassen die aktuellen Pläne keine rasche Sanierung zu. Hier ist Kreativität gefragt: Wie können wir das Exhaus zügig in Schuss bringen, um eine weitere Nutzung zu gewährleisten. Dies wird eine der ersten Fragen sein, die ich als Oberbürgermeister mit den beteiligten Ämtern aber auch mit Externen diskutieren möchte.

3. Würden Sie als Oberbürgermeister*in mit aller Kraft versuchen die Veräußerung des städtischen Exhaus-Gebäudes zu verhindern?

Molitor: Das Exzellenzhaus gehört zu Trier und muss in städtischem Besitz bleiben, um bei der Frage der Nutzung mitsprechen zu können.

4. Würden Sie als Oberbürgermeister*in unterstützen, dass wieder ein Träger der freien Jugendhilfe das Gebäude bewirtschaftet?

Molitor: In den vergangenen Jahrzehnten haben wir gesehen, dass das Exhaus prädestiniert für Jugendarbeit – in welcher Form auch immer – ist. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die zur Insolvenz des vorigen Trägers geführt haben, waren vielfältiger Art. Ich bin aber überzeugt, dass ein Träger das Gebäude solide bewirtschaften kann.

5. Würden Sie befürworten, dass im Exzellenzhaus wieder Jugend- und Jugendkulturarbeit (d.h. Betreuungs- und offene pädagogische Angebote für Heranwachsende sowie Konzerte und Veranstaltungen) unter einem Dach stattfinden können?

Molitor: Man wird sehen müssen, wozu ein neuer Träger im Stande und auch bereit ist. Hierein spielt auch die Frage, in welchem Umfang eine zügige Sanierung möglich ist. Wünschenswert wäre natürlich das „Komplettpaket“. Man muss aber realistisch und ehrlich bleiben und erst einmal sehen, was auch machbar ist – vielleicht kann dies auch Schritt für Schritt passieren, anstatt die große Lösung auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben.

Nachfrage vom Aktionsbündnis:
Würden Sie es persönlich denn befürworten, dass dieses, wie Sie es beschreiben, „Komplettpaket“ wieder im Exzellenzhaus vorzufinden ist?

Molitor: Die bisherige Mischung aus Kinderhort, Sozialarbeit und Streetart, gemischt aus Veranstaltungen aus aller Welt war (ist), wie ich finde in Trier in dieser Form einzigartig. Daher müssen die Bestrebungen dahin gehen, dass es auch so weiter lebt/leben kann. Sicherlich, gerade beim Thema Hort, gilt es zu schauen wie die Zukunft aussieht. Denn eigentlich sieht die Landesregierung vor, dass ab 2026 die Ganztagsbetreuung an Grundschulen kostenfrei vorgehalten werden muss. Dann geht sicherlich niemand mehr in einen Hort. Wichtig: die Schulen werden dies allerdings kaum bis gar nicht personell realisieren können. Heißt, es brauch dann starke Kooperationspartner für das Land, die diese Aufgabe übernehmen. Und da wären wir dann wieder bei den jetzigen Anbietern in Hortbereich.
Dies aber nur als kleiner Exkurs in der Hortthematik am Rande.

Zusammenfassend: ja, wir müssen dieses einzigartiges Konzert und die Mischung erhalten Bzw. dafür sorge tragen, dass diese Idee weiter lebt!

Lassen Sie mich noch folgendes sagen: Ich war gestern die Skathalle in Trier besichtigen. Ich habe größte Sorge, dass bald erneut wieder ein tolles Angebot durch die Stadt in die Knie gezwungen wird. Sei es, dass die Alternative in Kürenz keineswegs ins jetzige erfolgreiche Konzept passt oder aber erneut ein städtisches Gebäude wegen Mängel geschlossen wird.

Bei beiden Themen darf Kommunalpolitik nicht einfach weiter zu sehen. Es geht u.a. um unsere Jugend und das kulturelle Angebot.

6. Würden Sie sich auch für das Exhaus einsetzen, wenn das Exhaus-Bürgerbegehren endgültig rechtlich für ungültig erklärt werden sollte und wenn ja, wie?

Molitor: Meine politische Agenda ist unabhängig von der rechtlichen Prüfung. Ich setzte mich – und hier unterscheide ich mich vom aktuellen Oberbürgermeister – aus Überzeugung fürs Exhaus ein und nicht aus politischem Kalkül oder weil mich ein Bürgerbegehren dazu zwingen muss.

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